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Wissenswertes und Aktuelles zu den Themen Arbeit, Gesundheit, Wohlbefinden

Hier finden Sie interessante Inhalte zum Thema Arbeit, Leistung, Gesundheit, Führung und vieles mehr!

Dienstag, 17. Mai 2016 - 15:05 Uhr
Verstöße und Übertretungen der Schutzvorschriften von ArbeitnehmerInnen nehmen zu!

Die Arbeitsinspektion hat im Jahr 2014 66927 Kontrollen betreffend des ArbeitnehmerInnenschutzes in Unternehmen durchgeführt.

Ein äußerst alarmierender Befund ist, dass es von 2010 bis 2014 zu einem Anstieg von 50,9% bei den Übertretungen im Rahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes gekommen ist. 4945 Kontrollen speziell zur Evaluierung psychischer Belastungen wurden durchgeführt. Äußerst interessant ist die Anzahl jener Fälle mit 11.256, in denen die Evaluierung beanstandet wurde. Entweder diese war nicht vorhanden, unvollständig oder mangelhaft ausgeführt.

Diese Zahlen machen die Notwendigkeit deutlich Defizite im Sicherheits- und Gesundheitsschutz aktiv zu bekämpfen und zu reduzieren.

Arbeits- und OrganisationspsychologInnen können hierbei eine tatkräftige Unterstützung für Betriebe, das Präventionsteam und selbstverständlich für die MitarbeiterInnen darstellen.

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Donnerstag, 24. März 2016 - 10:30 Uhr
Rechnet sich Prävention und Arbeitsgestaltung? Weshalb Unternehmen in die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen investieren sollten.

"Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtungen und Wirtschaftlicher Vernunft." Diese Aussage wurde bereits 1880 von Werner von Siemens getätigt.

Bereits damals war ein Bewusstsein vorhanden über die Relevanz von Prävention vorhanden. Nun stellt sich die Frage: weshalb ist dies im Jahr 2016 dann ein brandaktuelles Thema. Wissenschaftliche Befunde konnten zeigen, dass schlecht gestaltete Arbeitsbedingungen zahlreiche negative Folgen in Punkto Gesundheit und Wohlbefinden der ArbeitnehmerInnen erzielen können - schlussendlich sind die Konsequenzen für Unternehmen weitreichender.

Es gibt direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen und die Produktivität. Neben der menschlichen Relevanz besteht für Unternehmen auch die wirtschaftliche Relevanz in Maßnahmen zur Arbeitsgestaltung in Betrieben zu investieren. Ziel sollte sein Arbeit so gesundheitsförderlich und gerecht zu gestalten wie nur möglich und damit sich nachhaltig einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.

Mittwoch, 23. März 2016 - 20:46 Uhr
Was macht gute Führung aus?

Häufig bekomme ich von Führungskräften die Frage gestellt, was gute Führung denn ausmachen würde. Hierzu möchte ich auf einige wissenschaftliche Befunde hinweisen:

Beschäftigte beschreiben ein höheres Wohlbefinden, wenn sie wertschätzend und unterstützend von ihren Führungskräften wahrgenommen werden. Die sogenannte soziale Unterstützung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Belastungsreduktion arbeitsbedingter psychischer Belastungen.

Somit können Führungskräfte einen zentralen Beitrag am Unternehmenserfolg leisten. Fehlt dieser jedoch so kann dies einen stark negativen Effekt auf die Motivation der MitarbeiterInnen und auch in Bezug zur Bindung an die Organisation dem sogenannten Commitment haben.

Soziale Konflikte, Rollenunklarheit und weitere Belastungen wie ein hoher Zeitdruck und eine hohe Arbeitsmenge reduzieren die Leistungsfähigkeit der betroffenen MitarbeiterInnen was sich direkt im Unternehmenserfolg niederschlagen kann.

Es rechnet sich somit im Unternehmen an einer Wertschätzungs- und Anerkennungskultur zu arbeiten und Kulturarbeit zu leisten.

Donnerstag, 3. März 2016 - 17:44 Uhr
Welche Effekte können psychische Belastungen auf MitarbeiterInnen und Organisationen haben?

Psychische Fehlbelastungen können, speziell wenn diese über einem längeren Zeitraum bestehen ein sehr gemischtes Beschwerdebild in Punkto gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen.

- Untersuchungen konnten zeigen, dass Angina Pectoris, Schlaganfälle oder aber auch ein allgemein gesehener schlechter Gesundheitszustand entstehen kann.

- Bei den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte es ebenfalls einen Geschlechterunterschied geben. Frauen finden oftmals an ihren Arbeitsplätzen einen geringeren Handlungsspielraum vor, auf der anderen Seite erhalten männliche Arbeitnehmer weniger soziale Unterstützung an den Arbeitsplätzen als Frauen.

- Monotone Tätigkeiten, hohe Arbeitsanforderungen und das Vorhandensein eines geringen Handlungsspielraums erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Beeinträchtigungen im Muskulo-skeletalbereich; Gleichbedeutend mit: Die MitarbeiterInnen leiden unter Muskel-, Nacken- und Schulterschmerzen; Fehlt der Handlungsspielraum und/ oder die soziale Unterstützung, so können die Symptome noch verstärkt werden.

- Ebenso steigt die Cortisolmenge bzw. sinkt die Herzratenvariabilität bei psychischen Belastungen bei der Arbeit.

- Trifft eine hohe Arbeitsbelastung mit geringem Handlungsspielraum zusammen und fehlt die berufliche Anerkennung und Wertschätzung und entsteht eine sogenannte Gratifikationskrise, so kann dies ebenfalls zu schlechteren Immunreaktionen führen und eine höhere Infektanfälligkeit dadurch entstehen.

- Psychische Arbeitsbelastungen leisten eine beeindruckende Erhöhung des Risikos für Burnout.

- Ebenso gibt es einen signifikanten Zusammenhang von hohen Arbeitsanforderungen bei geringem Handlungsspielraum und bestehenden Gratifikationskrisen mit dem Auftreten von Angststörungen. Immer mehr ArbeitnehmerInnen leiden unter Angststörungen. Aber auch das Risiko für Depressionen steigt dadurch.

- Psychische Arbeitsbelastungen wirken sich aber auch auf die Arbeitszufriedenheit und die berufliche Verbundenheit aus also dem sogenannten occupational Commitment.

- Werden ArbeitnehmerInnen an ihren Arbeitsplätzen regelmäßig bedroht, so kann dies zu einer Reduktion der Arbeitszufriedenheit aber auch zu einer erhöhten Kündigungsabsicht führen.

- Ist die soziale Unterstützung im Unternehmen hoch, umso geringer ist die Kündigungsabsicht. Also ist dieser Faktor ein Faktor, der so gut wie keine Kosten verursacht jedoch einen nachhaltigen Erfolg im Bereich der MitarbeiterInnenbindung erzielt.

Weitere Befunde dazu können auf der Homepage www.iga-info.de [Zugriff, am 03.03.2016] entnommen werden.

Donnerstag, 3. März 2016 - 16:59 Uhr
Arbeit und Wohlbefinden - passt das zusammen?

Arbeit gehört zu einem erfüllten Leben einfach dazu. Aus zahlreichen Studien wie z.B. Marienthal weiss man, dass Arbeit eine wesentliche Funktion für Wohlbefinden in unserem Leben einnimmt. Somit kann gesagt werden, dass gut gestaltete Arbeit zum Wohlbefinden von ArbeitnehmerInnen beitragen kann.

Doch was passiert mit ArbeitnehmerInnen, wenn Arbeit nicht suffizient gestaltet ist? Dem Thema werden wir uns heute annähern. Hier wird sicherlich oftmals eingeworfen: Die Arbeit ist doch nicht an allem Schuld - und UnternehmerInnen sind doch nicht an allem Schuld. Selbstverständlich wirken auch private Faktoren auf das Verhalten, die Gesundheit und das Wohlbefinden von ArbeitnehmerInnen. Ebenso einen nicht zu vernachlässigenden Effekt haben personenbezogene Merkmale, also jene Aspekte, die interindividuelle Unterschiede zwischen Menschen ausmachen und uns von Maschinen und Computern unterscheiden.

Da wir Menschen eine beträchtliche Zeit unseres Lebens mit Erwerbsarbeit verbringen, ist auch hier ein sehr großer Faktor mitunter sogar Risikofaktor zu sehen - aber auch die Chance bei gut gestalteten Arbeitsbedingungen das Gesundheitsalter von ArbeitnehmerInnen sogar noch nach hinten auszudehnen und zu verlängern.

Prävention kann somit einen grossen Beitrag bei der Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten aber auch arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren leisten. Ziel von Prävention im betrieblichen Umfeld soll eine möglichst gute Arbeitsgestaltung sein, wo laufend an einer Verbesserung der Arbeitsplätze gearbeitet wird so dass in den Unternehmen immer mehr gesunde aber auch sichere Arbeitsplätze entstehen können.

Nimmt man exemplarisch die psychischen Belastungen heraus, so sieht man, dass diese bei längerem Fortbestehen ganz unterschiedliche Folgen bei ArbeitnehmerInnen verursachen können. Selbst wenn ArbeitnehmerInnen ein und die selbe Arbeitsbelastung an Ihrem Arbeitsplatz vorfinden, so kann nicht davon ausgegangen werden dass eine im Betrieb vorhandene Belastung zu genau ein und der selben Folge bei allen betroffenen MitarbeiterInnen führen wird. Wovon jedoch ausgegangen werden kann, dass die ArbeitnehmerInnen von diesen Bedingungen krank werden können und Gesundheitsgefahren ausgehen. Manche ArbeitnehmerInnen werden früher, manche später krank.

Dieses Bewusstsein darf auch in höhere Managementebenen dringen, macht es aber genau deshalb oft so schwierig Argumente für Prävention bzw. Arbeitsgestaltungsmaßnahmen in Betrieben zu finden. Ich höre als Arbeitspsychologin dann oftmals: "Wer sagt mir denn, dass es unsere Arbeitsbelastungen sind, die ArbeitnehmerInnen krank machen?". Meine Antwort darauf ist: "Es ist nicht die einzelne singuläre Belastung, sondern die Wechselwirkung von verschiedenen toxischen Arbeitsbedingungen, die sich wechselseitig beeinflussen ja sogar noch potenzieren.

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